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Donnerstag, 27. November 2014, 20:35

Oldenburg, 26.11.2014

Pressestimmen:


Udo Jürgens lässt sich in Oldenburg feiern - 80-jähriger Künstler tritt in Oldenburger EWE-Arena auf


Ovationen vor dem ersten Ton: 5500 Zuschauer applaudierten. Nach gesellschaftskritischen Tönen schlug Jürgens zum Finale Evergreens wie „Merci Chérie“ an.

Nur einen Schattenriss erspähen die Zuschauer nach einem Einspielfilmchen, dann richten sich Dutzende Lichtkegel auf den Star des Abends: Udo Jürgens breitet die Arme aus. Applaus brandet binnen Sekunden auf. Die 5500 Zuschauer in der ausverkaufen EWE-Arena erheben sich für den Sänger, Pianisten und Komponisten.

Der mittlerweile 80-jährige Künstler startet souverän am Flügel: Unterstützt vom Pepe- Lienhard-Orchester singt er mit klarer Stimme die Ballade „Was ich gerne für dich wäre“.

Galant moderiert er den Abend; ruft gute Erinnerungen an das vergangene Konzert in einer „damals noch anderen Halle“ in Oldenburg ab.

Gekleidet in einen dunkelblauen Smoking mit rotem Einstecktuch sind seine Lebensjahrzehnte nicht zu ergründen. Lediglich seine Augen wirken – überdimensional auf der Leinwand vergrößert – ein wenig trüber als auf den Covern seiner bedeutendsten Schallplatten.

Charmante Predigt

Der „Elder Statesman“ der deutschen Musikszene nimmt sich die Gelassenheit, charmant und nicht moralinsauer über den medial kritisierten Spannungsbogen seiner Konzerte zu sinnieren: „Wir spielen noch ,Aber bitte mit Sahne’. Erst mal möchte ich aber die neueren Lieder vorstellen – das macht jeder Künstler so.“ In türkisfarbenes Licht getaucht, haucht er gemeinsam mit der virtuosen Duettpartnerin Dorothy Loraine „Ein Leben lang zu zweit“ ganz nahe in das Mikrofon.

Als wohlwollender, ernster Beobachter warnt Jürgens mit schnellen Rhythmen vor dem „Gläsernen Menschen“. Optisch transportieren das projizierte Fadenkreuz und Luftaufnahmen die Gefahr durch Spionagedienste. Dabei verheddert Jürgens sich nicht in Phrasen gegen Digitalisierung, sondern fragt schlicht danach, wo die Netzwerke noch sozial sind.

Offen teilt er den Gedanken mit dem Publikum, dass „Immer wieder geht die Sonne auf“ eigentlich zu schade nur für das Medley sei. Instrumentalsolos sind nahtlos eingebunden. Mit ausladenden Gesten fordert der Entertainer das Lob des Publikums für die Musiker, die er einzeln vorstellt.

Drängen zur Bühne

Als die ersten Akkorde von „Griechischer Wein“ nach der Pause angespielt werden, gibt es kein Halten: Zuschauerinnen drängen zur Bühne. Jetzt sind seine klassischen Nummern à la „Ein ehrenwertes Haus“ an der Reihe. Beringte Hände schnellen in die Luft, als Jürgens lässig sein Einstecktuch wirft.

Zur ersten Zugabe erscheint der Sänger wie verjüngt im weißen Bademantel und haut intuitiv „17 Jahr blondes Haar“ in die Tasten – und kehrt den Frauenschwarm endgültig wieder nach außen. Im letzten Extra besingt er die Melancholie, die ihn nach knapp dreistündigem Bühnenprogramm unter Scheinwerferlicht erwartet.

Quelle: nwzonline.de

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