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Dienstag, 30. Juni 2015, 18:22

Udo Jürgens - Eine Reise durch die Zeit

Kalender

TV/Radio

Ort

TV: RBB

Beginn

Freitag, 24. Juli 2015, 20:15

Ende

Freitag, 24. Juli 2015, 21:45

Kommentare

1

Es sind Menschenmassen, die in einer Novembernacht 1976 am Hinterausgang des Friedrichstadtpalastes warten. Sie sind gekommen, um Udo Jürgens zu sehen: "Es waren zehntausend Menschen um den Friedrichstadtpalast herum. Die haben meine Lieder gesungen, und ich habe mitgesungen. Am Ende haben sie mich mit einem Panzerspähwagen aus dem Friedrichstadtpalast herausgeholt", erinnerte sich Udo Jürgens an seinen legendären Auftritt in Ost-Berlin. Die Staatsmacht schirmte ihn ab. Dabei hätten die DDR-Oberen eigentlich nichts von dem österreichischen Sänger zu befürchten gehabt. Er war ein Freigeist - ein politischer Agitator war er nicht. Die Dokumentation "Eine Reise durch die Zeit" erzählt die Biographie des Sängers aus einer ganz besonderen Perspektive: Zum ersten Mal legt dieser Film das Hauptaugenmerk auf die Beziehung des Künstlers Udo Jürgens zur DDR. Dreh- und Angelpunkt der filmischen Erzählung sind die Ereignisse rund um die drei großen Konzerte, zu denen Udo Jürgens 1965, 1976 und 1987 in die DDR kam. Eingefleischte DDR-Fans berichten in dem Film, dass Udo Jürgens wie kaum ein zweiter eine "Sehnsuchtsfigur" war - ein Sänger, der die Sorgen aber auch die Träume der Menschen wie kaum ein Zweiter direkt ansprach. Udo Jürgens wirkte authentisch als unabhängiger Kopf, der nicht die Nähe zu den Machthabern in Ost-Berlin suchte. Er blieb auf Distanz, aber war höflich zu seinen Gastgebern. Gängeln ließ er sich nicht. Auch der Direktor der DDR-Künstleragentur, Hermann Falk, der den Sänger in die DDR holte, kommt zu Wort und erzählt, was sich hinter den Kulissen abspielte. Es sind Tage, an denen die Stasi den Künstler rund um die Uhr bewacht. 1987 stand Udo Jürgens zum letzten Mal auf einer DDR-Bühne. Wieder gastierte er im Friedrichstadtpalast. Es sei eine Zeitenwende, sagte Udo Jürgens später: "Ich hatte ganz deutlich das Gefühl, dass man Bescheid weiß: Es wird nicht in alle Ewigkeit so gehen und es steht eine ganz große Änderung bevor. Man hat oft betont, dass man zum ersten Mal keine Zensur der Lieder mehr machen möchte." Udo Jürgens nutzte die Chance. Und spielte auch ein Lied, das bisher auf dem Index stand: "Atlantis sind wir". Die Liedzeile "Der Riss durch Berlin, der lautlose Schrei in die Welt hinaus" begeisterte die Zuschauer. Niemand im Saal scheute sich, zu applaudieren, obwohl jeder sah, dass das halbe Politbüro im Publikum saß. Im Anschluss an das Konzert wurde Jürgens von der DDR-Führung zu einem Mittagessen in das Gästehaus der Staatsregierung eingeladen. Vor allem die Begegnung mit dem damaligen Geheimdienstchef Markus Wolf beeindruckte den österreichischen Sänger: "Der war ein Mann von Kultur, würde ich sagen, und hoher Intelligenz. Ich kann nur beurteilen, wie er mit uns gesprochen hat - natürlich auch über diese Probleme zwischen Ost- und Westdeutschland. Und die haben auch gesagt: 'Irgendwie gehören wir zusammen.' und: 'Wie soll das werden?' und "Wie kommt das?" und: "Die Mauer, ob das alles richtig war?" Solche Sätze sind gefallen unter vier Augen." Das Ende der DDR erlebte Udo Jürgens hautnah mit. Am Tag nach dem Mauerfall gab er ein Konzert in der West-Berliner Deutschlandhalle. Die Nacht davor verbrachte er auf den Straßen: "Ich hab sehr realistische Bilder. In der Sekunde, als die Mauer aufgebrochen wurde, stand ich zwanzig Meter davon entfernt. Und ich war Augenzeuge, direkt dort, wo es passiert."

Quelle: rtv.de

Ein Kommentar

1

Dienstag, 21. Juli 2015, 14:57

howo

Vielen Dank für diesen Hinweis !

Gruß,
Horst