Die Geschichte von Udos Vater und Grossvater, Heinrich Bockelmann (Christian Berkel) beziehungsweise Rudi Bockelmann (Ulrich Noethen), beginnt 1891 auf dem Bremer Weihnachtsmarkt: Die russischen Weisen eines Fagottspielers (Henning Stoll) verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Dieser Gang wird belohnt, denn 20 Jahre später ist Heinrich Direktor einer einflussreichen Privatbank. Nicht schlecht staunt er, als seine Frau Anna (Melika Foroutan) ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat. Die Kriegserklärung Deutschlands an Russland 1914 stellt die Familie vor eine Zerreissprobe. Mittels Bestechung erreicht Heinrich Bockelmann, dass von Moskau aus wenigstens Frau und Kinder ins sichere Schweden ausreisen können. Darauf wird der prominente Bankier denunziert und als vermeintlicher Spion in ein sibirisches Lager deportiert. Dessen korrupter Kommandant (Jurij Rosstalnyj) schlägt dem Gefangenen ein skurriles Geschäft vor: Der reiche Häftling soll Gelder aus seinem Privatvermögen an das bankrotte Auffanglager überweisen. Heinrich erhält einen Passierschein nach Moskau, wo das Unglaubliche geschieht: Er trifft den Mann mit dem Fagott wieder. Das Erlebnis beflügelt ihn so sehr, dass er die Flucht nach Schweden wagt.
Quelle: rtv.de